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Mobirise

Unser Plädoyer für das Spiel(en)

"Darin besteht auch der große Wert des Spielens. Es öffnet unserer Kreativität die Bahn, um frei fließen zu können. Wer ungezwungen spielt, tut dies mehr mit dem Herzen als mit dem Kopf. In diesem Zustand haben wir Zugang zum Feld aller Möglichkeiten, wir sprühen vor Ideen und sind unermesslich kreativ." Deepak Chopra

Wenn wir spielerisch unterwegs sind, geht es uns wie Kindern - die Welt ist voller Wege und Möglichkeiten. Das gilt für die Zeit des Spiels, aber auch darüber hinaus. Wir kreieren uns zum einen eine Haltung, die Ideen einlädt. Zum anderen verändern wir tatsächlich unser Gehirn, so dass es uns auch auf neuronaler Ebene leichter fällt, kreativ zu sein.
Klingt gut, oder? :)

Hey - wann hast du eigentlich das letzte Mal herzhaft gelacht?

Kinder lachen am Tag ca. 400 mal, Erwachsene dagegen nur 15-20 sagt die Wissenschaft.
Zeit, das zu ändern! Zusammen spielen schenkt uns viele gute Gründe zu lachen, uns gut, leicht und beschwingt zu fühlen. Es holt uns aus dem Alltag, den Gedankenkreisen und manchmal schweren Gefühlen raus und verzaubert uns. Ganz im Hier und Jetzt entfaltet sich sein Charme und schenkt uns Leichtigkeit und Freiheit. Spielen erinnert uns daran, wieviel Freude möglich ist im Leben. 

Und wenn wir dann etwas von diesem Gefühl mit in unseren Alltag nehmen - dann machen wir uns auf den Weg zu einer "spielerischen Lebenskunst"!

Spielen verbindet auf leichte Weise. Stellt Kontakt her, schafft durch gemeinsames Erleben und Lachen schnell Nähe und Vertrauen. Plötzlich wird das Gegenüber zu meinem Mitspieler und wir haben nur noch das gemeinsame Spiel im Kopf.

"Im Spiel lernen wir einen Menschen in einer Stunde besser kennen als in einem Jahr im Gespräch." Platon

Der Gehirnforscher Gerald Hüther und der Philosoph Christoph Quarch schreiben in ihrem Buch "Rettet das Spiel": "Wir können nicht wissen, was geschieht, wenn immer mehr Menschen den Zauber der spielerischen Entdeckung ihrer eigenen Möglichkeiten wiederentdecken. Aber dass wir dann einander mit etwas mehr Freude und Leichtigkeit begegnen und Liebe und Lebendigkeit in unser Leben wiederkehren ist gewiss." 

Wir selbst haben ihn unzählige Male erlebt - den Zauber des Spiels. Wenn eine Gruppe beginnt miteinander zu spielen, breitet sich etwas aus, was man erlebt haben muss. Andrew Fluegelman kommentiert eines der ersten Spielefeste 1973 mit 6000(!) Menschen in den USA:

"Niemand hatte wirklich vorausgesehen, welche Schönheit und Kraft Menschen beim Spiel in einer Atmosphäre entwickeln können, die Spontaneität und aktive Teilnahme ermöglicht. 'Ich war berührt von dem Ausdruck glücklicher Hingabe auf den Gesichtern.', kommentierte George Leonard. 'Welch ein Gegensatz zwischen diesem Tal voller Fröhlichkeit und Spiel - und den Tausenden, die zuhause in ihren Sesseln hängen und auf den Bildschirm starren.'
Alle hatten ihre Fantasie und ihren Körper wiederentdeckt. Als die Teilnehmer am Abend Arm in Arm das Spielgelände verließen und vielleicht ein paar blaue Flecken mit nach Hause nahmen, sprachen sie begeistert davon, am nächsten Tag wiederzukommen. Sie hatten erfahren, welche Freude es macht, miteinander zu spielen, und waren Teil einer Spielgemeinschaft geworden, die sie selbst geschaffen hatten."

Wann hast du dich das letzte Mal so wirklich frei und mit dem Leben verbunden gefühlt?

Das Spielerische in unseren Alltag zu übertragen, schraubt die eigene Lebensqualität immens nach oben. Es fühlt sich gut an, dem, was sonst so ernst erscheint mit weniger Verbissenheit und mehr spielerischem Geist zu begegnen. Erleben, dass Vieles sich viel lockerer bewältigen lässt, wenn auch wir selber lockerer bleiben. In unseren Mitmenschen Mitspielende statt Gegner zu sehen erweitert unsere Möglichkeiten enorm. Statt Recht haben zu wollen, den Fokus auf die Bereicherung setzen, die das Gegenüber uns schenken kann. Lass uns allem und jedem mit mehr Leichtigkeit und Offenheit begegnen, kreativ mit herausfordernden Situationen umgehen, neugierig bleiben und dem zugewandt, was ist.

Genau das ist für uns bei der Organsiation des S!F auch die ultimative Challenge - trotz der fetten To do Liste nicht in Stress zu verfallen. Nicht nur hier drüber quatschen, sondern es selber umsetzen. ;) Bedeutet konkret:
- anders planen: insgesamt weniger verplanen (Zeit, Menschen, Arbeit...) und darin auch mehr Freiraum lassen für Unvorhergesehenes
- flexibler sein mit dem was passiert, Planänderungen zulassen
- Vertrauen in das Spiel des Lebens, seine Wendungen und Lösungen und den guten Ausgang
- verrückt sein - einfach mal was anders machen, Neues ausprobieren
- in anderen Menschen den Mitspieler erkennen und ihnen einladend begegnen 
- ergebnisoffen bleiben, Tun weil das Tun an sich schon Freude macht und den Moment genießen
- loslassen von Erwartungen und Ansprüchen
- träumen!

Hast du auch Lust, das in deinem Alltag zu probieren?
Wir lassen dich gerne an unseren Erfahrungen teilhaben.

Unser Gehirn läuft zur Hochform auf, wenn wir es spielerisch benutzen, meint Gerald Hüther. In den letzten zwei Jahrzehnten konnte die Hirnforschung interessante und äußerst spannende Dinge herausfinden darüber, was in unserem Hirn während des Spielens passiert. Knapp zusammengefasst sind es z.B. diese drei Wirkungen:

Die Region im Gehirn, welche in der Regel bei Angst aktiv wird (die Amygdala), zeigt beim Spiel signifikant weniger Aktion. Wir haben also weniger Angst, wenn wir spielen.
Das Spiel fordert verschiedenste Regionen im Gehirn und fördert dabei das Entstehen von mehr neuronalen Verknüpfungen. Diese Verbindungen wiederum sind die Ursache für neue Ideen und sprühende Kreativität.
Und schließlich gibt es eine ordentliche Portion Neuronenfeuerwerk für alle kleinen und großen Momente in denen wir uns beim Spiel selbstwirksam erleben. Das führt zu Freude, Glücksempfinden und Begeisterung.

Dir reicht das noch nicht? Dann lies gerne noch mehr Spannendes dazu in "Rettet das Spiel".
Oder hast du jetzt eher Lust auf praktisches Ausprobieren? ;)

...lassen wir noch einmal Gerald Hüther und Christoph Quarch sprechen. Wir könnten es nicht besser ausdrücken.

"Wer spielt, konsumiert nicht. Wer spielt, benutzt nicht. Wer spielt, begegnet dem anderen als einem Gegenüber auf Augenhöhe. Deshalb ist das Spiel in einer von der instrumentellen Vernunft des Ökonomismus beherrschten Welt eine subversive Kraft. Spielen eröffnet Räume unbedingter Sinnhaftigkeit, auch wenn kein Zweck dabei verfolgt und kein Nutzen avisiert wird. Spiele öffnen Räume für Kreativität, genauer: für Kokreativität, denn Möglichkeiten werden da am besten erprobt und Potenziale da am besten entfaltet, wo Menschen miteinander spielen. Gemeinsames Spielen ermöglicht Entwicklung und Innovation. Spielplätze sind Landeplätze, auf denen das Neue in die Welt kommen kann.
Wenn wir zu spielen aufhören, hören wir auf, das Leben in all seinen Möglichkeiten zu erkunden. Und damit verspielen wir die Potenziale, die in uns stecken. Wer dem Leben nicht spielerisch begegnet, den erstickt es mit seinem Ernst. Das Leben ist kein Spiel, aber wenn wir nicht mehr spielen können, dann können wir auch nicht mehr leben."

aus "Rettet das Spiel", S. 17 (Hardcover-Ausgabe)

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